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Lichtverschmutzung 

Auf den Tag folgt die Nacht – das war schon immer so! Und die Dunkelheit ist wichtig für den Biorhythmus sämtlicher Lebewesen. Doch was, wenn die Nacht durch menschliche Lichtquellen künstlich erhellt wird? Mehr zu den Ursachen und den prekären Folgen von Lichtverschmutzung erklärt dir dein Lichtexperte.

Was genau ist Lichtverschmutzung?

Lichtverschmutzung oder Lichtsmog bezeichnet natürlich nicht die Verschmutzung des Lichts an sich.
Vielmehr geht es um die Aufhellung des Nachthimmels durch anthropogene Lichtquellen. Die streuen ihr Licht in die Atmosphäre. Die Nacht ist dadurch nicht mehr vollständig dunkel. 

In Ballungsgebieten und Städten wird dieses Phänomen als Lichtglocke bezeichnet. Unter dieser ist es kaum möglich, den Sternenhimmel mit bloßem Auge zu erkennen.
Und auch von oben, aus dem Universum sind diese Lichtglocken deutlich erkennbar.

Ursachen von Lichtverschmutzung

Grund für die Entstehung des Lichtsmogs ist im Großen und Ganzen die Globalisierung und Industrialisierung.

Stetig wachsende Städte, riesige Firmenkomplexe, Flughäfen oder imposante Gewächshäuser sorgen dafür, dass auch in der Nacht am Himmel Helligkeit herrscht und diese Lichtemissionen jährlich ansteigen.

Dazu kommt der technische Wandel. Zwar sind LEDs ein echter Fortschritt und sorgen mit ihrer Effizienz und Langlebigkeit für einen umweltschonenden Betrieb.
Doch bedingt durch ihre hervorragenden lichttechnischen Daten, ist es möglich eine Beleuchtungsstärke von mehreren tausend lux mit ihnen zu erreichen. Zum Vergleich: der Mond erreicht bei klarer Nacht eine Beleuchtungsstärke von etwa 0,2 lux.

Folgen von Lichtverschmutzung

Dass der natürliche Rhythmus durch fehlende Dunkelheit in der Nacht gestört ist, hat unterschiedliche Auswirkung auf verschiedenste Organismen und Ökosysteme. Denn im Grunde reagieren fast alle lebenden Strukturen auf die Taktung „hell – dunkel". 

Für die Pflanzenwelt bedeutet Lichtverschmutzung einen gestörten Wachstumszyklus. Des Weiteren leidet die Fauna enorm darunter, dass Lichtsmog sich negativ auf Insekten auswirkt. Nachtaktive Bestäuber wie Nachtfalter kommen ihrer Aufgabe nicht mehr nach. Außerdem fallen unzählige Insekten den zahlreichen Straßenlaternen oder Lichtquellen, die der Gewerbebeleuchtung dienen, zum Opfer. Massives Insektensterben führt dazu, dass auch Pflanzen sich nicht fortpflanzen können. 

Neben Pflanzen und Insekten leiden unzählig viele weitere Tierarten unter den Folgen von Lichtverschmutzung. Zugvögel beispielsweise werden in ihrer Orientierung gestört und kommen vom gewöhnten Weg ab. Das geht bis zum Tod durch Erschöpfung. Außerdem werden Vögel durch hell erleuchtete Gebäude oder Hochhäuser angezogen, mit denen sie dann kollidieren und zu Tode kommen (Towerkill). 

Auch für Fische bedeutet Kunstlicht einen enormen Stressfaktor. Lichtbarrieren, die durch Brücken oder ähnlichem entstehen, hindern die unbedingt notwendigen Laichwanderungen bestimmter Arten. 

Der Nachwuchs von Meeresschildkröten verwechselt hell erleuchtete Küstenregionen häufig mit der spiegelnden Oberfläche des Meeres und wird so zu einer leichten Beute. 

Mehr als 60 Prozent aller Lebewesen sind nachtaktiv. Darunter auch Tiere wie Fledermäuse, Eulen oder Füchse. Lichtsmog führt zu massiven Verhaltensveränderungen und gefährlichen Verschiebungen der Jäger-Beute-Beziehungen. 

Biologische Konsequenzen von Lichtverschmutzung erfahren auch Menschen. Ein gestörter Schlafrhythmus wirkt sich nachweislich negativ auf die Gesundheit aus. Dazu zählt ein unausgeglichener Hormonhaushalt, Übergewicht oder ein erhöhtes Krebsrisiko. 

Lichtverschmutzung hat darüber hinaus negative Folgen für unsere Soziokultur. Jederzeit greifbare Beleuchtung und die damit absolute zeitliche Flexibilität kann bisher ungeahnte Auswirkungen auf uns Menschen haben. Zusätzlich rücken nächtliche Naturphänomene wie das Universum mit seinen Sternen, Sternbildern, der Milchstraße und den Planeten merklich in den Hintergrund und verlieren an Relevanz. Das ist nicht nur aus menschheitsgeschichtlicher Sicht ein Problem. Auch Forschungen wie die astronomische Sternkunde leiden unter der künstlichen Aufhellung unserer Atmosphäre.

Wo herrscht Lichtverschmutzung?

Am meisten Lichtverschmutzung produzieren Ballungsgebiete wie Städte oder Gewerbegebiete. Auch Gewächshäuser und Flughäfen produzieren so viel Licht, dass sie selbst aus dem Weltall zu sehen sind. 

Doch wo ist es dann überhaupt noch dunkel?
Gebiete zu finden, die noch wirklich dunkel sind scheint gar nicht so einfach, glaubt man dem Wissenschaftler Fabio Falchi. In „The new world atlas of artificial night sky brightness“ kommt er zu dem Schluss, dass 83 Prozent der Weltbevölkerung und sogar 99 Prozent der amerikanischen und europäischen Menschen mit lichtverschmutzen Nächten kämpfen müssen. 

Einen Überblick über besonders dunkle oder lichtverschmutzte Orte geben unterschiedliche Karten, beispielsweise der Darksitefinder oder die Lightpollutionmap, die die Entwicklung der Auswirkungen künstlicher Beleuchtung bereits seit mehreren Jahren dokumentiert.

Ausschnitt aus der Lightpollutionmap

Das können wir gegen Lichtverschmutzung tun

Es gibt einige Maßnahmen, die dazu beitragen können, Lichtverschmutzung auf ein Minimum zu reduzieren. 

Der offensichtlichste Weg ist es, Lichtquellen, die nicht gebraucht werden, einfach abzuschalten. Das gilt für gewerbliche Anwendungen ebenso wie für private Beleuchtungskonzepte. Leuchtreklamen werden des nachts ohnehin von weniger Menschen wahrgenommen. Privatpersonen sollten ihre Außen- und Gartenbeleuchtung ausschalten, sobald sie nicht genutzt wird. Zusätzlich ist darauf zu achten, künstliches Licht mit möglichst geringer Lichtstärke einzusetzen. 

Um zu gewährleisten, dass deine Außenbeleuchtung nur an ist, wenn sie auch gebraucht wird, lohnt es sich über die Installation von Bewegungsmeldern nachzudenken. So kann ein Ausschalten nicht genutzter Beleuchtung gar nicht erst vergessen werden. So schonst du die Umwelt und ganz nebenbei maximierst du Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz deiner Anwendungen.

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Ferner spielt die Wahl der Leuchtenkonstruktion eine entscheidende Rolle bei der Verringerung von Lichtverschmutzung. Es gilt, weitestgehend auf Leuchten mit rundum oder nach oben gerichtetem Lichtaustritt zu verzichten. Stattdessen sollte Licht gezielt dorthin projiziert werden, wo es gebraucht wird. So reduziert sich der Anteil an Licht, das in die Atmosphäre austritt, auf ein Minimum. Besonders zu empfehlen sind Außenwandleuchten, deren Lichtaustritt regulierbar ist. Für Wegebeleuchtung gilt es, auf Pollerleuchten zu setzen, deren Licht nach unten austritt. 

Auch die Wahl der richtigen Lichtfarbe trägt zur Verminderung von Problemen in Kombination mit Lichtsmog bei. Neutral- und kaltweißes Licht sind dem Tageslicht am ähnlichsten. Dadurch wirken sie heller. Außerdem reagieren Flora und Fauna am stärksten auf diese tagelichtähnlichen Bedingungen, beziehungsweise einen erhöhten Blauanteil im Licht. Deshalb solltest du bei der Wahl deiner Außenbeleuchtung soeben es geht auf warmweiße Lichtquellen setzen.

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Gesetzliche Vorschriften

Für gewisse Anwendungen, beispielsweise der Straßenbeleuchtung gibt es normierte Mindestanforderungen. Einheitliche Maximalwerte wurden jedoch bisher nicht für solche und ähnliche Arten der Außenbeleuchtung in Deutschland angefordert. 

Lediglich Bayern reagiert auf die Folgen von Lichtimmission, um den Schutz von Insekten und Vögeln zu optimieren.

Demnach sind zum Beispiel Himmelsstrahler untersagt und die Beleuchtung von Fassaden ist ab 23 Uhr untersagt (sofern die Lampen nicht der Sicherheit dienen). Zusätzlich muss sämtliche Beleuchtung in direkter Nähe von Naturschutzgebieten oder Biotopen behördlich genehmigt werden.

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Bei Fragen oder Anregungen kannst du jederzeit Kontakt zu den Lichtexperten aufnehmen!