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Vorschaltgerät: KVG, VVG, EVG

Eine Vorrichtung, die zwischen dem Versorgungsstromkreis und einer oder mehreren Entladungslampen geschaltet ist und vorwiegend dazu dient den Lampenstrom auf den geforderten Wert zu begrenzen. 

Zum Betrieb von Gasentladungslampen sind Vorschaltgeräte erforderlich. Vorschaltgeräte verbrauchen Energie. Dieser Energieverbrauch wird als Verlustleistung bezeichnet. Für Vergleiche der Leistungsaufnahme und der Lichtausbeute zählt nicht allein die Leistung der Lampe, sondern die gesamte Leistung des Systems Lampe und Vorschaltgerät. Insbesondere bei Leuchtstofflampen beeinflusst die Wahl des Vorschaltgerätes wesentlich die gesamte Leistungsaufnahme und damit die Wirtschaftlichkeit. 

Verschiedene Ausführungsformen, die sich in magnetische und elektronische Vorschaltgeräte einordnen lassen, stehen heute zur Wahl. Neben der Wirtschaftlichkeit werden auch Lampenlebensdauer und Beleuchtungsqualität durch Art und Funktionsweise des Vorschaltgerätes mitbestimmt.

Magnetische Vorschaltgeräte oder auch induktive Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen werden in die Gruppen „konventionelle Vorschaltgeräte“ (KVG) und „verlustarme Vorschaltgeräte“ (VVG) eingeteilt. In beiden Fällen werden mit Kupferdraht umwickelte Eisenkerne verwendet. Die Zündung der Leuchtstofflampen erfolgt durch Starter. 

Bei den verlustarmen Vorschaltgeräten (VVG) führen spezielle Elektrobleche, größere Kupferquerschnitte und ein optimierter Kernaufbau zur Verringerung der Eigenverluste. Die Leistungseinsparung gegenüber konventionellen Vorschaltgeräten ist wesentlich von der Lampenleistung abhängig. 

Elektronische Vorschaltgeräte EVG (Elektronisches Vorschaltgerät) erzielen durch eine Betriebsfrequenz von 25 bis über 90 kHz eine höhere Lichtausbeute der Lampen bei verminderten Eigenverlusten. Diese nach ihrer Bauart unterschiedlichen Vorschaltgeräte erreichen mit den angeschlossenen Lampen sehr unterschiedliche Systemleistungsaufnahmen und damit verschiedene Grade von Energieeffizienz.

Die Umrüstung von KVG auf EVG

Schnell gemacht - unter der Beachtung einiger Punkte: 

  • Ist das EVG für meinen Lampentyp gedacht? (Bsp.: Wenn ich eine T8-Lampe habe, muss das EVG für T8-Lampen ausgelegt sein.) 
  • Stimmt die Ausgangsleistung des EVGs überein mit der benötigten Leistung meiner Lampe? (Bsp: die Leistung 58W meiner Lampe muss das EVG leisten können.) 
  • Stimmt die Bauform? (EVGs haben unterschiedliche Bauformen und Maße. Es ist darauf zu achten dass die Bauform in meine Anwendung passt.) 
  • Passt die Anzahl der Ausgangskanäle des EVGs? (Wenn ich z.B. mehrere Lampen an ein EVG anschließen möchte, muss es genug Ausgangskanäle haben um die einzelnen Lampen zu steuern.) 
  • Habe ich einen Starteradapter besorgt? Bei EVGs fällt der Bereich des Starters weg – um die richtige Funktionsweise sicherzustellen, muss dieser Bereich durch einen Adapter überbrückt werden, oder aber umverdrahtet werden.

Im Sinne sparsamen Umganges mit immer knapper werdenden Energieressourcen und der Verringerung der Umweltbelastung hat das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union die Vorschaltgeräte- Richtlinie 2000/55/EG über Energie-Effizienzanforderungen an Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen erlassen. 

Diese Richtlinie erfasst den gesamten Wirtschaftsraum der Europäischen Gemeinschaft und ist seit Oktober 2000 in Kraft. Die Richtlinie enthält eine Energie-Effizienz-Klassifizierung (Energie-Effizienz-Index EEI) mit maximal zulässigen Systemleistungen von Lampe und Vorschaltgerät sowie zwei Verbotsstufen. Damit sollen in einer zeitlichen Abfolge Vorschaltgeräte mit zu hoher Verlustleistung aus dem Markt genommen werden.